..Nora..

..als Nora Helmer..

Das 1897 von Henrik Ibsen veröffentlichte Theaterstück Nora dreht sich um die gleichnamige Hauptfigur Nora Helmer.

Auf den ersten Blick erscheint Nora als eine junge und glückliche Frau. Sie ist seit acht Jahren mit ihrem Ehemann Torvald verheiratet, der nun auch noch befördert worden ist, und hat mit ihm drei Kinder. Doch schnell wird deutlich, dass Nora in einem goldenen Käfig lebt. Torvald behandelt sie wie ein Spielzeug, dessen Hauptaufgabe darin besteht, ihn zu belustigen. Nora spielt die Rolle, die Torvald für sie vorgesehen hat, und die Welt scheint völlig in Ordnung – jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem Nora mit der harten Realität konfrontiert wird. Sie hatte vor Jahren eine Straftat begangen, um ihrem damals todkranken Mann das Leben zu retten. Seitdem hatte sie regelmäßig ihre Schulden bei dem Mann abbezahlt, von dem sie dank einer gefälschten Unterschrift Geld bekommen hatte – Krogstad.

Dieser Mann erpresst sie nun aber. Er droht, Torvald alles zu erzählen, wenn Nora nicht dafür sorgt, dass ihr Mann ihm eine bessere Stellung besorgt. Nora versucht alles, um zu verhindern, dass Torvald von ihrem Geheimnis erfährt, doch letzten Endes kommt wegen eines Briefes die ganze Wahrheit ans Licht. Sofort bricht die heile Welt, in der Torvald und Nora zu leben glaubten, zusammen. Torvald macht Nora schlimmste Vorwürfe, will ihr die Erziehung der Kinder untersagen und sie nur im Haus behalten, um den Schein nach außen zu wahren.

Durch eine glückliche Wendung in Krogstads Leben ändert sich die Situation allerdings wieder grundlegend, denn nun schickt Krogstad Torvald einen weiteren Brief mit dem Schuldschein, dem Beweis für Noras Tat, darin. Sofort erkennt Torvald, dass ihm keine Gefahr mehr droht, und tut, als sei nichts geschehen.

Er bezeichnet Nora wie vorher als seine »Lerche«, um die er sich nun noch mehr kümmern und deren Erziehung er jetzt übernehmen wolle.

Doch Nora, die vorher immer unselbstständig und naiv wirkte, hat etwas gelernt. Sie hatte auf »das Wunderbare« gewartet, darauf, dass Torvald sich schützend vor sie stellen und alle Schuld auf sich nehmen würde. Mit seinem Verhalten hat Torvald sie tief enttäuscht. sie erkennt, dass sie nie eine gleichwertige Partnerin für ihren Mann war, merkt, dass sie nur eine Puppe in einem Puppenheim gewesen ist. So fühlt sie sich nicht in der Lage, länger mit ihm unter einem Dach zu leben.

Sie verlässt ihren Mann und die Kinder, um endlich die Gesellschaft kennenzulernen, in der sie lebt, und eine emanzipierte Frau zu werden.