..Baumeister Solness..

..als Hilde Wangel..

Baumeister Solness ist ein Theaterstück von Henrik Ibsen aus dem Jahr 1892. Darin setzt sich der Dramatiker mit den überkommenen Strukturen des 19. Jahrhunderts innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft jener Zeit auseinander. Das Stück wurde am 7. Dezember 1892 in London erstmals durch eine Lesung in norwegischer Sprache der Öffentlichkeit vorgestellt. Die eigentliche Uraufführung erfolgte am 19. Januar 1893 am Lessingtheater in Berlin.

Inhalt
Baumeister Solness, ein kaltschnäuziger, skrupelloser Bauunternehmer, hat seine Firma hauptsächlich auf Kosten der Konkurrenz und der Ausnutzung seiner Mitarbeiter aufgebaut. Der eigentliche Aufstieg kam allerdings erst, als durch einen Brand des Elternhauses seiner Frau, ihm ein großes Grundstück zukam.

Bei diesem Brand starben auch seine beiden Kinder (Zwillinge). Er empfindet dadurch vermeintliche »Schuld« , doch diese wird durch ständiges Streben nach mehr Reichtum durch neue Bauaufträge verdrängt. Seine Frau Aline lebt allerdings seit zehn Jahren wie in Trance.

In dieser Situation taucht eine junge Frau namens Hilde Wangel auf, die als Kind Solness bewundert hatte, wie er sich so sicher auf Baugerüsten bewegte. Er hatte ihr damals vor 10 Jahren übermütig versprochen, ihr in zehn Jahren ein Königreich zu schenken. Mit der naiven Forderung, dieses Wirklichkeit werden zu lassen, kommt sie nun zu ihm. Außerdem soll er auf seinem neuen Haus höchstpersönlich den Richtkranz aufhängen. Der sich selbst überschätzende Solness stimmt zu und stürzt beim Richtfest zu Tode.