..lebenslauf..

1974 – es ist das Jahr, in dem wir Fußballweltmeister werden. Willy Brandt tritt als Bundeskanzler wegen Spionage-Vorwürfen zurück, sein amerikanischer Kollege Richard Nixon auf Grund der Watergate-Affäre ebenso. Ereignisreich? Sicherlich! Denn in diesem Jahr bekommt die kleine Sabine Frier eine Schwester: Annette – geboren am 22. Januar in Köln.

Im Sommer 1980 wird Annette eingeschult und macht ihre ersten Erfahrungen auf der Bühne. Jeweils an Weihnachten verkörpert sie einmal Maria und später Joseph.
1983 bekommen die beiden Geschwister eine weitere Schwester: Caroline kommt am 16. Januar zur Welt.

Nach den ersten erfolgreichen 4 Jahren auf der Grundschule wechselt Annette auf das Gymnasium Rodenkirchen in ihrem Heimatort, verweilt dort 9 Jahre und schließt ihre Schulzeit mit dem Abitur ab.

Ihre Mutter, Religionslehrerin, und ihr Vater, Rechtsanwalt, hatten wohl andere Pläne mit ihrer Zweitgeborenen, allerdings überrascht sie die beiden mit dem Wunsch, Schauspielerin zu werden. Anfangs wird sie nur belächelt, was sie jedoch nicht an diesem Wunsch zweifeln lässt. Nach mehreren Bewerbungen bei diversen Schauspielschulen in ganz Deutschland bleibt Annette doch ihrer Heimat treu, denn sie wird an der Theaterschule »Der Keller« in Köln angenommen. Es folgt eine vierjährige klassische Schauspielausbildung.

Schon während dieser bleibt Annette nicht unentdeckt. Die Schauspielerin und Theaterregisseurin Hannelore Hoger wird auf sie aufmerksam und holt sie noch während ihrer Ausbildung ans Schauspielhaus Köln.
Mitte der 90er Jahre spielt sie ihre ersten kleinen Nebenrollen in diversen Serien-Produktionen, um dann 1997 die lesbische Strafgefangene Vivian Andraschek zu verkörpern. Diese erste Hauptrolle – an der Seite von Katy Karrenbauer – in der damals brandneuen RTL-Serie »Hinter Gittern – Der Frauenknast« spielt sie dann 57 Folgen lang. 1998 verlässt die Serie, um wieder Theater zu spielen. Für einige Gastauftritte kehrt sie aber ans Set von »Hinter Gittern« zurück.

Nach diversen Theater-Engagements ist es dann soweit: Das Erste Mal… Comedy. Der Sender Pro7 engagierte Annette für die Comedy-Serie »Switch«.

Auch 1999 spielt Annette weiter Theater und erhält in diesem Jahr ihre erste Auszeichnung: den Kölner Theaterpreis »Puck« als »beste Nachwuchsschauspielerin«. Eine Ehre vor allem deshalb, weil der Preis in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wird.
Die Zusammenarbeit mit Pro7 und Sat1 ist offensichtlich erfolgreich: Es folgt eine Serienrolle bei »SK-Kölsch«. Und dann wagt Annette einen großen, mutigen Schritt, durch den sie einem noch breiteren Publikum bekannt wird: Sie tritt die Nachfolge von Anke Engelke in der »Wochenshow« an. Zwei Jahre lang mimt sie die Co-Moderatorin von Ingolf Lück und zeigt was ihr Comedy-Talent zu bieten hat.

Danach spielt Annette wieder Theater. Und nicht nur beruflich ist sie sehr erfolgreich – auch privat hat sie ihr Glück gefunden: Am 30. August 2002 heiratet sie den Drehbuchautor Johannes Wünsche.
Die nächsten 2 Jahre sind gefüllt mit Theaterstücken, einer eigenen Comedysendung (»Du & Ich«) und weiteren Auftritten in Fernsehshows und Serien.

Im September 2004 ist es dann soweit: »Alles ist improvisiert, die Schauspieler haben kein Drehbuch und kriegen per Knopf im Ohr Regieanweisungen zugeflüstert, die sie ins Spiel mit einbeziehen müssen«: Annette zieht als beste Freundin von Cordula Stratmann in die »Schillerstraße« ein. Die vielfach ausgezeichnete Impro-Comedy wird von den beiden geprägt. Zusammen mit Comedians wie Ralf Schmitz, Michael Kessler und anderen improvisiert sie fast 3 Jahre lang den Alltag des Lebens. In dieser Zeit ist Annette allerdings nicht nur in der Schillerstraße zu sehen. Sie bekommt außerdem eine der Hauptrollen in der neuen Pro7-Produktion »Alles außer Sex« und verkörpert in den beiden Staffeln die Völkerkundlerin Miriam »Minza« Düring, die mit ihren drei Freundinnen alle Kapitel von Liebe, Lust und Leidenschaft durchlebt.
Von 2004 bis 2007 spielt Annette regelmäßig die Nora in Henrik Ibsens Stück »Nora – ein Puppenheim« im Bauturm Theater in Köln. Für diese Rolle erntet sie viel Lob und erhält für diese Inszenierung sogar den Kölner Theaterpreis.

Anfang 2008 erkundet Annette wieder neues Terrain: Erstmals führt sie bei einem Stück, für das sie und ihr Mann den Text umgeschrieben haben, selbst Regie. Im Februar feiert »Am Hang« im ausverkauften Bauturm-Theater Premiere.

Auch in Annettes Privatleben tut sich einiges: Seit die Zwillinge Bruno Maria und Josefina Fritzie auf der Welt sind, dürften die beiden wohl die Hauptrollen spielen.

Nach ihrer Babypause steht Annette Ende August für die Ratesendung »Frag doch mal die Maus« erstmals wieder vor der Kamera.
Im September 2008 beginnen die Dreharbeiten für Annettes neue Serie »Danni Lowinksi«, in der sie eine Anwältin für die »wirklich kleinen Leute« spielt. Die Serie wird ab April 2010 auf Sat1 in insgesamt sechs Staffeln ausgestrahlt. Annette wurde für ihre Rolle mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Im Juli 2010 steht sie erstmals seit drei Jahren wieder auf der Theaterbühne. In Haag (Österreich) spielt Annette in dem Stück »Der nackte Wahnsinn«.

2012 ist Annette das erste Mal in einer Hauptrolle auf der großen Leinwand zu sehen, der Film »Omamamia« läuft ab November deutschlandweit in den Kinos.

Annette ist eine vielseitige Vollblut-Schauspielerin, die über die Gabe verfügt, sich in keine Schublade stecken zu lassen, und die trotz großen Erfolgs ganz bodenständig und natürlich geblieben ist.